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Mogelpackung Mindestpension € 1.200,00

Ungefähr 50.200 Ergebnisse beauskunftet Google bei der Suche nach dem Begriff "Mindestpension Österreich". Die aktuellsten davon berichten, dass die neue Mindestpension in Höhe von € 1.200,- nun auf Beschluss des Ministerrats politisch auf den Weg geschickt wurde. De Facto gibt es in Österreich aber keine Mindestpension - und es wird auch zukünftig keine geben. Exakt so ist das übrigens auch auf der Homepage der Pensionsversicherungsanstalt nachzulesen.    

Von klassischen Fake News zu sprechen finden wir jetzt etwas übertrieben. Doch die Botschaft kam bzw. kommt in der Bevölkerung größtenteils völlig falsch an. Wenn sich beispielweise eine Familie mit einem langzeitarbeitslosen Mann und einer teilzeitbeschäftigten Frau nun Hoffnung auf € 1.200,- x 2 = € 2.400,- monatlich in der Pension macht wird am Ende die große Enttäuschung kommen.

Tatsächlich im Ministerrat beschlossen und auch jetzt schon gesetzlich verankert können besonders geringe Pensionseinkünfte durch eine staatliche Sozialleistung, der sogenannten "Ausgleichszulage" erhöht werden. Wer diese beziehen möchte, muss der Pensionsversicherung seine Vermögens- und Einkommensverhältnisse offenlegen. Diese werden dann teils auf- bzw. gegengerechnet. In den meisten Fällen scheitert eine Zuerkennung der Ausgleichszulage am Einkommen des Ehepartners. Beträgt das Familieneinkommen (ohne Kinder) mehr als € 1.363,52 pro Monat gibt es keine Ausgleichszulage. Dieser Wert soll künftig auf € 1.500,- erhöht werden.

Alleinstehende Pensionisten können derzeit die Erhöhung einer moderaten Rentenleistungen durch die Ausgleichszulage auf € 909,42 monatlich beantragen. Für eine weitere Anhebung auf die neu propagierten € 1.200,- hat die Regierung eine für die meisten Betroffenen unüberwindbare Hürde mit 40 Beitragsjahren eingeführt.

Kindererziehungs- oder Arbeitslosenzeiten zählen hier nicht (das sind "Versicherungszeiten"). Somit werden es teilzeitbeschäftigte Mütter schwer haben, die Hürde von 40 Erwerbsjahren zu erfüllen. Umgekehrt wird mit 40 Erwerbsjahren in der Regel ohnehin eine Pension > € 1.200,00 pro Monat brutto herausschauen. Für Landwirte mit geringer Beitragsgrundlage wird sich diese Regelung sehr positiv auswirken, ansonsten werden sich die Kosten für die Regierung sehr in Grenzen halten.

Bereits die alte Regierung hat übrigens beginnend mit 2017 eine Erhöhung der Ausgleichszulage bei mehr als 30 Beitragsjahren auf € 1.022,- eingeführt.

Und übrigens: Selbst eine Pension mit Ausgleichszulage ist keine Nettoleistung, wie so manch diesbezüglich federführender Politiker oft in den Mund nimmt. Mindestens 5,10 Prozent der Gesamtpension werden durch den Krankenversicherungsbeitrag aufgefressen.                               

         

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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